Energie aktuell:

Zur Lage am Energiemarkt

Auf dieser Seite geben wir Ihnen Antworten auf die derzeit wichtigsten Fragen zum Thema Energieversorgung und Versorgungssicherheit.

Fragen und Antworten zu den neuen Umlagen

Die russische Regierung hat eine Energiekrise in Deutschland und Europa herbeigeführt. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat die ohnehin schon angespannte Lage auf den Energiemärkten drastisch verschärft. Russland hat seit Mitte Juni seine Gasimportmengen nach Deutschland reduziert, damit bewusst eine Energieknappheit geschaffen und die Preise am Spotmarkt extrem in die Höhe getrieben. Das trifft Deutschland, das bislang stark von günstigem Gas aus Russland abhängig war, besonders.

Um die weitere Versorgung mit Erdgas bestmöglich zu gewährleisten, hat die Bundesregierung zwei neue Umlagen eingeführt.

Zum 1. Oktober 2022 werden die Gasbeschaffungsumlage nach der Gaspreisanpassungsverordnung und die Gasspeicherumlage nach § 35e EnWG eingeführt.

  • Die Gasbeschaffungsumlage in Höhe von 2,419 Cent/kWh (netto) wird notwendig, weil Russland weniger Gas liefert und Gasimporteure kurzfristig teuren Ersatz beschaffen müssen.
  • Mit der Gasspeicherumlage werden die Kosten für die Befüllung der Speicher auf alle Gaskunden umgelegt. Sie beträgt 0,059 Cent/kWh (netto).

Hinzu kommt die mit 0,570 Cent/kWh (netto) stark gestiegene Bilanzierungsumlage. Sie wird benötigt, um einen Fehlbetrag aus dem Einsatz von Regel und Ausgleichsenergie gemäß GABi Gas 2.0 zu decken.

Das ist kein leichter Schritt, aber damit werden die Lasten gleichmäßiger verteilt. Die Bundesregierung verfolgt bei den Umlagen das Solidarprinzip. Weitere Informationen zu den einzelnen Umlagen finden Sie auf der Seite der Trading Hub Europe.

Ja, die Umlagen werden an unsere Erdgas-Kund:innen weitergegeben. Sie fließen als Preisbestandteile in den Arbeitspreis ein.

Die Bundesregierung will die Belastung der Verbraucher:innen durch die neuen Gasumlagen abdämpfen. Deswegen soll nun die Umsatzsteuer für Gas bis zum 01.04.2024 von bislang 19 auf 7 Prozent sinken.

Die Senkung der Umsatzsteuer geben wir selbstverständlich weiter.

ERDGAS BASIS

Kochgaskunden mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh zahlen jährlich ca. 88 Euro mehr.

Bei einem Einfamilienhaus, mit einem typischen Verbrauch von 15.000 kWh im Jahr für Heizung und Warmwasser, entstehen Mehrkosten von jährlich ca. 298 Euro.

Bei einem Mehrfamilienhaus, mit einem Jahresverbrauch von 50.000 kWh für Heizung und Warm-wasser, fallen ca. 1.033 Euro, bei einem Verbrauch von 125.000 kWh ca. 2.643 Euro zusätzlich im Jahr an.

Die gesenkte Umsatzsteuer von 7 Prozent wurde bereits berücksichtigt.

Alle Erdgaskund:innen in der Grund- und Ersatzversorgung werden schriftlich über die höheren Preise informiert. Rechtsgrundlage der Preisanpassung ist § 5 der Strom GV. Zudem wurden die Allgemeinen Preise und Bedingungen für die Erdgaslieferung am 19.08.2022 in der Presse und im Internet veröffentlicht.

Die Sondervertragskund:innen erhalten keine schriftliche Information, wenn Steuern, Abgaben oder Umlagen eingeführt bzw. angepasst werden. Das ist in Punkt 6 unserer AGB, die für diese Kundengruppe gelten, geregelt.

Auf eines können Sie sich verlassen: Wir beobachten die Preisentwicklungen sehr genau und geben auch Preissenkungen weiter.

Wir empfehlen Ihnen, die Kosten stets sorgfältig im Blick zu haben. Es ist wichtig, regelmäßig die Zählerstände zu prüfen, den Energieverbrauch zu ermitteln und zu kontrollieren, ob der Abschlag noch richtig kalkuliert ist. Meist fällt es leichter, die laufenden Kosten etwas nach oben zu korrigieren, statt plötzlich eine nicht eingeplante, hohe Nachzahlung schultern zu müssen.

Um unerwartet hohen Nachzahlungen vorzubeugen, sollten die Abschläge rechtzeitig angepasst werden. Wir beraten Sie gern unter 0381 805-2000, ob und in welcher Höhe eine Abschlagsanpassung sinnvoll ist. Um den Abschlag online anzupassen, können Sie das Portal bzw. unsere Webseite nutzen.

Wir sind für Sie da und finden gemeinsam eine Lösung. Es können kurzfristig Zahlungsaufschübe und/oder Ratenzahlungen vereinbart und mittelfristig Energiesparmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Ganz wichtig zu wissen: Falls Sie, aus welchen Gründen auch immer, in Zahlungsverzug geraten, nehmen wir Kontakt mit Ihnen auf, bevor weitere Schritte eingeleitet werden. Bei Nichtbezahlung von Energierechnungen oder monatlichen Abschlägen drohen nämlich zusätzliche Kosten durch Mahnbescheide, Gerichtskosten sowie Inkasso- und Sperrgebühren.

Wichtig ist, dass Sie diese Gesprächsangebote annehmen. Gemeinsam, gegebenenfalls auch unter Einbindung externer Beratungs- oder Förderstellen sowie Sozialverbänden und -einrichtungen, lassen sich einvernehmliche Lösungen entwickeln, bevor unnötige Kosten entstehen oder eine Sperrung droht.

Wir bieten einen persönlich Tarif- und Spar-Check an. Telefonisch, online oder auch im direkten Kontakt überprüfen wir, ob zum Beispiel der Wechsel in einen anderen Tarif sinnvoll ist.

Zudem können wir darüber sprechen, welche Möglichkeiten des Energiesparens individuell zielführend sind und welche Fördermöglichkeiten Sie gegebenenfalls nutzen können.

Denn: Die beste Energie ist die, die wir gar nicht verbrauchen. Jede Kilowattstunde Strom oder Gas, die nicht verwendet wird, hilft Ressourcen und das eigene Portemonnaie langfristig zu schonen. Gleichzeitig wird damit der Ausstoß von CO2 verringert. Doch Energiesparen dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der Versorgungsicherheit und verringert so die Abhängigkeit von Energieimporten.

Tipps und Tricks, wie Sie im Alltag Energie sparen können oder welche Maßnahmen sich im Haus bzw. der Wohnung mit überschaubarem Aufwand umsetzen lassen, finden Sie auch unter Energie aktuell.