Netzwerken fürs Klima.

Stadtwerke beenden Projekt erfolgreich.

Vertreter der teilnehmenden Unternehmen zum Abschluss der Energie-Initiative im ehemaligen Gaswerk. Foto: Margit Wild
Vertreter der teilnehmenden Unternehmen zum Abschluss der Energie-Initiative im ehemaligen Gaswerk. Foto: Margit Wild

Vor mehr als zwei Jahren hat die Stadtwerke Rostock AG das Energie-Effizienz-Netzwerk Ostseeküste ins Leben gerufen, nun wird das Projekt erfolgreich beendet. Die 13 teilnehmenden Unternehmen haben sich in insgesamt neun Netzwerk-Treffen über die Steigerung der Energie-Effizienz in Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe ausgetauscht.

Nach Ermittlung des kumulierten Einsparziels konnten durch Energiepotenzial-Analysen für jedes teilnehmende Unternehmen, internen Energieaudits und durch die Einführung von Umwelt- oder Energie-Management-Systemen 1,7 Gigawattstunden Strom eingespart werden. Das entspricht 682 Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid.

Abschließendes Ziel des Netzwerkes ist, neben dem Nachweis für die umgesetzten Energieeffizienzmaßnahmen, ein energiefachlicher und branchenübergreifender Erfahrungsaustausch, der in der wirksamen Nutzung von Synergien mündet. „Für die Hansestadt und uns als Energie-Unternehmen ist das Netzwerk ein wichtiger Schritt für die klimapolitischen Ziele Rostocks. Die können wir nur in enger Zusammenarbeit hiesiger Unternehmen erreichen“, betont Ute Römer, Vorstand der Stadtwerke Rostock, die Wichtigkeit des Netzwerks.

Stadtwerke-Vorstand Ute Römer und Christian Pegel, Energieminister MV
Stadtwerke-Vorstand Ute Römer und Christian Pegel, Energieminister MV

Landesenergieminister Christian Pegel lobt die Arbeit des Netzwerks: „Wir müssen unsere Anstrengungen beim Klimaschutz weiter verstärken, im ureigensten, vor allem aber auch im Interesse unserer Kinder und Enkel. Die Initiative ist ein erfolgreiches Beispiel, wie die Wirtschaft ihren Beitrag leisten kann. Und sie zeigt, dass Energieeffizienz sich lohnt: nicht nur für die Unternehmen, die Strom und damit Kosten einsparen können, sondern für uns alle.“

Hintergrund zur Initiative

Im Jahr 2014 haben Energieversorger in ganz Deutschland die Aufgabe durch den Bund erhalten, sich bis 2020 mit starken regionalen Partnern zu bis zu 500 Netzwerken zusammenzuschließen. Nach zweijähriger Zusammenarbeit sollen so bis zu 75 Petajoule Primärenergie (entspricht 20.850 Gigawattstunden) bzw. fünf Millionen Tonnen Emissionen eingespart werden. Zum Vergleich: Das entspricht der 27-fachen Menge des jährlichen Strombedarfs der Hansestadt Rostock von 764 Gigawattstunden.