Sicher belegt.

Unabhängig geprüft.

Ökostrom bedeutet mehr als Strom aus erneuerbaren Energien. Wichtig ist auch ein verlässlicher Nachweis über seine Herkunft. Herkunftsnachweise sorgen für Transparenz und machen nachvollziehbar, dass die vermarktete Strommenge aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Wie das System funktioniert und warum der TÜV NORD die Herkunftsnachweise jedes Jahr unabhängig prüft, erfahren Sie hier.

Windkraftanlage in M-V
Windkraftanlage in M-V

So funktioniert Ökostrom mit Herkunftsnachweisen

Wenn Strom aus Wind-, Wasser- oder Solarkraft erzeugt wird, fließt er in das öffentliche Stromnetz. Dort vermischt er sich mit Strom aus allen anderen Energiequellen. Deshalb kann man zu Hause nicht erkennen, aus welcher Anlage der Strom gerade kommt.

Damit trotzdem nachvollziehbar ist, wie viel Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde, gibt es sogenannte Herkunftsnachweise. Diese kann man sich wie eine Art Zertifikat oder „Geburtsurkunde“ für grünen Strom vorstellen. Für jede erzeugte Megawattstunde Ökostrom wird genau ein Herkunftsnachweis ausgestellt.

Wenn wir Ökostrom anbieten, stellen wir sicher, dass für die entsprechende Strommenge die passenden Herkunftsnachweise vorhanden sind. So wird belegt, dass die verkaufte Strommenge tatsächlich aus erneuerbaren Energien stammt.

 

Das Herkunftsnachweis-System in vier Schritten 

  1. Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen
    Windparks, Solaranlagen oder Wasserkraftwerke erzeugen Strom und speisen ihn in das öffentliche Stromnetz ein. 
  1. Herkunftsnachweise ausstellen
    Für jede erzeugte Megawattstunde (MWh) Strom aus erneuerbaren Energien wird ein Herkunftsnachweis erstellt. Dieser dokumentiert die Herkunft der Strommenge. 
  1. Herkunft der Strommenge nachweisen
    Der Herkunftsnachweis belegt, dass die entsprechende Strommenge aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurde. So wird die „grüne Eigenschaft“ des Stroms nachvollziehbar und transparent dokumentiert. 
  1. Herkunftsnachweise entwerten
    Sobald die entsprechende Strommenge als Ökostrom an Kundinnen und Kunden geliefert wurde, wird der Herkunftsnachweis im Herkunftsnachweisregister entwertet. Dadurch kann er nur einmal verwendet werden und eine Doppelvermarktung wird ausgeschlossen.

Kurz gesagt: Herkunftsnachweise sorgen dafür, dass Ökostrom transparent und nachvollziehbar gekennzeichnet werden kann.

 Zusätzliche Transparenz durch unabhängige Prüfung

 Für zusätzliche Transparenz werden die Herkunftsnachweise sowie deren ordnungsgemäße Entwertung jedes Jahr von einer unabhängigen Prüfstelle, dem TÜV NORD, überprüft und zertifiziert.

Häufige Fragen - FAQ

Herkunftsnachweise sind elektronische Zertifikate für Strom aus erneuerbaren Energien. Sie bestätigen, dass eine bestimmte Strommenge tatsächlich aus einer erneuerbaren Energiequelle wie Wasser-, Wind- oder Solarkraft erzeugt wurde. Dabei gilt: Für jede erzeugte Megawattstunde (MWh) Ökostrom wird genau ein Herkunftsnachweis ausgestellt. Man kann sich einen Herkunftsnachweis wie eine „Geburtsurkunde“ für grünen Strom vorstellen. Ein Herkunftsnachweis enthält unter anderem Informationen zu:
• der Erzeugungsanlage
• der Energiequelle (z. B. Wasser-, Wind- oder Solarenergie)
• dem Erzeugungszeitraum
• dem Herkunftsland
• der Leistung der Anlage
Ökostrom entsteht durch die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasser-, Wind- oder Sonnenenergie. Damit ein Stromprodukt als Ökostrom ausgewiesen werden darf, reicht die reine Stromeinspeisung jedoch nicht aus. Zusätzlich muss die entsprechende Menge an Herkunftsnachweisen vorhanden sein. Diese belegen, dass die von uns als Ökostrom vermarktete Strommenge in entsprechender Höhe aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde.
Strom aus Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen wird direkt in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Im Stromnetz vermischt sich dieser Strom mit Strom aus anderen Erzeugungsarten. Deshalb lässt sich am Stromanschluss zuhause nicht unterscheiden, ob eine einzelne Kilowattstunde gerade aus einer Windkraftanlage, einem Wasserkraftwerk oder einem konventionellen Kraftwerk stammt. Physikalisch erhalten daher alle Haushalte Strom aus demselben Netz.

Die Eigenschaft „Ökostrom“ wird deshalb nicht über den tatsächlichen Stromfluss, sondern über Herkunftsnachweise bilanziell nachgewiesen. Diese bestätigen, dass die von uns als Ökostrom vermarktete Strommenge in entsprechender Höhe aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde.
Entscheidend ist jedoch: Je mehr erneuerbarer Strom erzeugt und nachgefragt wird, desto höher ist sein Anteil im gesamten Strommix. Dadurch werden fossile Energieträger zunehmend verdrängt.
Da die Herkunft einzelner Strommengen im Stromnetz nicht physikalisch verfolgt werden kann, sorgen Herkunftsnachweise für Transparenz.

Sie dokumentieren unabhängig vom Stromfluss, dass die entsprechende Menge Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde. So können Energieversorger ihren Kundinnen und Kunden verlässlich nachweisen, dass ihr Ökostromprodukt auf erneuerbarer Stromerzeugung basiert.
In Deutschland führt das Umweltbundesamt das Herkunftsnachweisregister (HKNR).
Das Register dient dazu,
• Herkunftsnachweise auszustellen,
• ihre Übertragung zu dokumentieren,
• Herkunftsnachweise zu entwerten und
• eine Doppelvermarktung zu verhindern.
Dadurch ist die Herkunft von Ökostrom transparent und nachvollziehbar.
Herkunftsnachweise können aus Deutschland oder anderen europäischen Ländern stammen. Sie werden europaweit nach einheitlichen Standards erfasst und überwacht. Viele Herkunftsnachweise stammen beispielsweise aus Ländern mit einem hohen Anteil erneuerbarer Stromerzeugung wie:
• Norwegen
• Österreich
• Schweden
• Frankreich
Für ausgewählte Stromprodukte setzen wir zudem auf Strom aus der Ostseeregion. Die regionale Herkunft wird über entsprechende Herkunfts- und Regionalzertifikate nachgewiesen und transparent dokumentiert.

Die Herkunft des Stromprodukts wird in der Stromkennzeichnung ausgewiesen.
Der TÜV Nord überprüft als unabhängige Stelle die Verwendung und Entwertung der Herkunftsnachweise nach einem definierten Kriterienkatalog. So wird sichergestellt, dass alles mit rechten Dingen zugeht und Sie sich darauf verlassen können, Ökostrom geliefert zu bekommen.
Wer sich für Ökostrom entscheidet, setzt auf eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen und unterstützt die Energiewende. Die steigende Nachfrage nach erneuerbar erzeugten Strommengen stärkt deren Bedeutung im Energiemarkt und fördert den Ausbau einer nachhaltigen Stromversorgung.

Gleichzeitig tragen erneuerbare Energien dazu bei, den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu fossilen Energieträgern zu reduzieren. So können Sie Ihren Energieverbrauch bewusster gestalten und ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen.

Dank der Herkunftsnachweise ist dabei transparent und nachvollziehbar dokumentiert, dass die für Ihr Ökostromprodukt ausgewiesene Strommenge aus erneuerbaren Energien stammt.